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Facebook retten?

2019-11-04 10:41

Das arme Facebook muss inzwischen ganzseitige Anzeigen in der Lokalpresse schalten. Die zuständigen staatlichen Stellen können vielleicht schon mal ein paar Milliarden für einen, äh, Überbrückungskredit bereitlegen. ;-)

Alle, die diesen Text hier über Facebook gefunden haben, sollten sich aber einmal (wieder?) mit RSS vertraut machen. In absehbarer Zeit werde ich meine Facebook-Seite nur noch dazu bestehen lassen, dass Facebook mir nicht wieder selbst eine Seite anlegt. Das automatische Anlegen von Seiten, um Noch-Nicht-Nutzer* zur Teilnahme zu zwingen, ist ein weiteres Dark Pattern.

* Den Begriff sollte ich mir markenrechtlich schützen lassen: NNN™.

Kommentar vom 2019-11-11, 22:13

Laut der üblichen Fianzmarktanalysen ist facebook gar nicht so arm ;-) Es gibt Unternehmen, die Anzeigen schalten - um der Öffentlichkeit den Hauch von Normalität und die Illusion des Eingebunden seins in die Welt der Kommunikativen zu geben, auch wenn sie einen Grossen Teil des Segments eigentlich beherrschen!!! Das nennt man , so meine ich Politik. Auch Stalin küsste ab und an ein kleines Mädchen in der Öffentlichkeit de r Paraden, während die Genossen in den Gulags siechten und verstarben...Für Prof´s ist FB einfach nicht die angemessen Baustelle, sondern entwürdigend ;-) Denn die Anzahl der likes, die man als Humboldianer mit C oder W Lehrstuhl auf ein paar schlaue Sätze generiert, steht in einem sonderbaren antiproportionalen Verhältnis zu dem, was die eigenen Studies an likes erwirtschaften, wenn sie angetrunken irgendwo herumfallend psosieren...Posierliche Kaninnchen eben...

Kommentar vom 2019-11-12, 14:34

@Kommentator(in) von 22:13: Guter Punkt, das mit den Anzeigen zwecks Simulation von Normalität. Wie Wahlen in der DDR. Außerdem muss man ganz viele Phantasie-Stellenanzeigen schalten, um die Konkurrenz in die Irre zu führen, die Shareholder in Sicherheit zu wiegen und die Verbände dazu zu bringen, Wahnsinnsbedarfe an Personal zu zählen (mal Sicherheitsfaktor 7). J.L.

Kommentar vom 2019-11-14, 13:02

Grins, das nennt sich einfach Ideologiekritik! Marx schrieb im Kapital I, vom "notwendig falschen Bewusstsein" das innerhalb einer arbeitsteiligen Gesellschaft, deren Produktion durch die Wertform charakterisiert ist und auf Profiterwirtschaftung und Kapitalakkumulation basiert, entstehen muss. Und die Wahlen in der DDR? Den deterministischen Sponti Spruch: "Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten" las man früher häufig, das hat sich leider mit dem Sieg der Rechten in vielen Staaten als völlig falsch erwiesen..

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