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Zensur und Wissenschaft

2020-06-28 11:48

Wo jetzt alle (?) Welt nach Zensurmaßnahmen auf Facebook & Co. schreit, fühle ich mich verpflichtet zu rufen: "Be careful what you wish for, you may just get it." Einige Aspekte:

Ein verwandtes Thema: Sehr heikel, egal, wie man damit umgeht, ist die aktuell nach lautstarken Protesten erfolgte Abkündigung eines Papers über die die Erkennung von potenziell Kriminellen mittels ihres Gesichts.

Darüber, dass eine solche Software (egal, ob sie wirklich funktionieren sollte, was jedoch hochgradig unplausibel ist) gemeingefährlich wäre, dürfte ein breiter Konsens herrschen – außer offensichtlich bei den Autoren und bei der Presseabteilung der Harrisburg University. Aber angenommen, die Software hätte irgendein unauffälliges oder komplexes Gesichtsmerkmal gelernt (zusammengewachsene Augenbrauen? besondere Faltenformen unter den Augen? ...), das man unterschwellig als gefährlich wahrnimmt und dann davon betroffene Menschen so schlecht behandelt, dass diese auf lange Sicht eher kriminell werden. Dann wäre es doch sehr wichtig, das zu erfahren, um dem gegensteuern zu können. Aber ok, dann hätte man das Paper auch so verkaufen müssen, nicht als Handreichung für die PreCrime Division.

Kommentar vom 2020-06-28, 12:05

Da Sie keine Option für Blogbesucher 👩‍👧‍👦👨‍👨‍👦👩‍👦‍👦🧖🏾 haben, Texte zur Lektüre vorzuschlagen 🏫📻🛠📡, poste ich mal einen Lektüre- und Besprechungsvorschlag für dieses Buch aus der Technikphilosophie hier: Die Kunst des Möglichen II, Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik. Band 2: Ethik der Technik als provisorische Moral.

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