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Wie wird man Milliardär*in?

2020-06-28 13:18

Nein, bekanntermaßen nicht, indem man Differentialgleichungen lösen kann, sondern indem man eine virtuose Prozentrechenkompetenz besitzt.

An Inconvenient Fact: Private Equity Returns & The Billionaire Factory

Kommentar vom 2020-06-28, 14:16

Ist im Umkehrschluss dann Hochschulmathematik eine quasi antikapitalistische Beschäftigung? ;-) Vermutlich würden Wähler progressive Parteien stärker wählen, wenn die Kandidaten mit den Grundsätzen der Logik, stringenten Argumentationen und Widerspruchsfreiheit vertraut scheinen würden. Im Vergleich mit den typischen Versicherungsjobs verdient man im Bundestag auch nicht schlechter. Frage: "A Madman Dreams of Turing Machines" - Die sehr aufregende, medial präsente Astrophysikerin Dr. Janna Levin hat dieses Buch 2006 über Gödel und Turing geschrieben (hab das gerade für die Uni-Bib bestellt und hoffe auf baldiges Ankommen). Hatten Sie das eventuell gelesen und rezensiert? :-)

Kommentar vom 2020-06-28, 15:49

@Kommentator(in) von 14:16: Nun, auch die Hochschulmathematik hat ihren (gewichtigen) Platz im System, nämlich den, die Zuteilung von Lebens-Chancen im Sinne der herrschenden Klasse zu regeln. – "Progressiv": Was heißt "progressiv"? Und nein, ich denke, dass niemand Wählendes die Logik goutieren würde; ich fände die Logik im Gegenteil sogar gefährlich. Je mehr sich jemand mit Logik auskennt, desto größer ist die Gefahr, dass sie/er die für die Wirklichkeit hält. Da passt das Beispiel mit Gödel und Turing ja wunderbar. Für das wahre Leben benötigt man ein winziges bisschen Logik, aber ganz viel (wie heißt es so schön) "emotionale Intelligenz". – Nein, jenes Buch kenne ich nicht. J.L.

Kommentar vom 2020-06-28, 17:56

Werter J.L., könnten Sie diesen Punkt* und was die Hochschulmathematik dabei von anderen schwierigen Fächern, für die man viel Geduld und vermutlich mehr Zeit, als ein BAföG das vorsieht, benötigt, bitte erläutern? Inwiefern befriedet sie unruhige, logisch sehr fähige Geister? Was würden junge Menschen mit mathematischer Begabung " anstellen", wenn sie nicht in Unis aufgefangen würden? Ich habe in der Hochschulpolitik immer wieder progressive (die Werte der französischen Revolution und soziale Gerechtigkeit proklamierend) Physiker, die dem guten Studentenleben zugetan waren, getroffen, nie aber Mathematiker. :-o
* "Hochschulmathematik hat ihren (gewichtigen) Platz im System, nämlich den, die Zuteilung von Lebens-Chancen im Sinne der herrschenden Klasse zu regeln."

Kommentar vom 2020-06-28, 21:53

Interessant: "Emotionale Intelligenz" & Analyse derselben ist _das_ Thema. Handelt es sich dabei nicht um die Fähigkeiten, das Gegenüber & dessen offensichtlichen Ziele & vor allem dessen unbewusste Handlungsmotivationen & Interessen durchzukalkulieren? Und! für die eigenen Strategien & Ziele taktisch zu nutzen? Im Setup anderer sich "geschmeidig" zu verhalten & das Ganze als sympathisch/emphatisch rüberzubringen ist hohe Kunst. "Emotionale Intelligenz" wäre also _die_ machiavellistische Fähigkeit der Analyse der Logik-Kompilationen des Gegenübers.

Kommentar vom 2020-06-28, 22:26

@Kommentator(in) von 17:56: Zu Satz 1: Nun, Selektion nach Frustrationstoleranz, Durchhaltevermögen, der Muße, sich mit weltfremden Dingen zu beschäftigen, usw., alles Sachen, die man sich leisten können muss. Zu Satz 2: Man beschäftigt die kritischen Geister mit etwas politisch Unkritischem. Zu Satz 3: Begabung?! Zu Satz 4: Auch Napoleon I. und insbesondere III. haben diese Werte "proklamiert". J.L.

Kommentar vom 2020-06-28, 22:35

@Kommentator(in) von 21:53: "Leadership" würde hier auch noch gut hineinpassen. Aber mit dem letzten Satz bin ich nicht ganz einverstanden: Es geht darum, das Gegenüber zu manipulieren, egal, ob das Gegenüber logisch oder aus dem Bauch heraus oder ebenfalls "emotional intelligent" vorgeht. Die großen Vorbilder sieht man in House of Cards, Game of Thrones usw. J.L.

Kommentar vom 2020-06-29, 22:29

[Kommentar mit bildungsbürgerlicher Kritik an meinem Filmgeschmack nicht veröffentlicht. J.L.]

Kommentar vom 2020-06-29, 23:23

[Fragwürdigen Kommentar zu Napoleon nicht veröffentlicht, J.L.]

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