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Die Blog-Postings sind Kommentare im Sinne von § 6 Abs. 1 MStV. Der Verfasser ist Jörn Loviscach, falls jeweils nicht anders angegeben. Die Blog-Postings könnten Kraftausdrücke, potenziell verstörende Tatsachenbehauptungen und/oder Darstellungen von Stereotypen enthalten. Die Beiträge der vergangenen Wochen werden als Bestandteil der Internet-Geschichte in ihrer ursprünglichen Form gezeigt. Menschliche Autor*innen können unzutreffende Informationen über Personen, Orte oder Fakten liefern.
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2025-08-12 22:23
Während hierzulande die professorale Kaste darüber sinniert, wie man auch allen anderen Leuten ein BGE zukommen lassen könne, ist China uns schon wieder zwei Schritte voraus: Wenn man zahlt, kann man dort so tun, als ob man arbeitete.
Das ist im Kern eine Vermietung von Coworking-Spaces an ein neues Publikum: Leute, die sich so besser fühlen oder ihr Leben so besser ordnen können; Leute, die regelmäßig auf den Äquivalenten von LinkedIn überoptimistische Beiträge aus dem Büro posten wollen (Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen!!1!
); frischgebackene Absolvent*innen, die sich schon mal daran gewöhnen wollen, wie sie die nächsten Jahrzehnte verbringen werden.
Die chinesischen Medien sind sich noch nicht ganz einig, ob das echt ist oder aber Hoax und Selbstironie. Wie dem auch sei, bin ich von den Möglichkeiten fasziniert!
Wer schon bisher Zug- und Lkw-VR-Simulatoren programmiert hat, könnte doch auch eine Bürosimulation als VR verkaufen. Sicherlich spannender als der mit 300.000 € geförderte Straßenmeisterei Simulator 2!
Und was wäre, wenn man eine Hochschule so strukturiert, dass alle Student*innen 996 in Cubicles sitzen und stumpfsinnige Lernaufgaben abarbeiten, während die Professor*innen drumherum Büros mit Fenster haben? Non scholae, sed vitae discimus!
[Ernsthafter Nachtrag: Wo bleiben die Welcome-Programme, um die chinesischen Jugendarbeitslosen auf unseren Fachkräftemangel anzusetzen?]
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