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Plattformifizierung der Bildung

2018-12-06 11:12

Markus Deimann beklagt die Vision von Plattformen als Lösung für Bildungsaufgaben und hat damit recht, vergisst aber, die existierenden und geplanten* Plattformen für OER ebenfalls negativ zu erwähnen. Das Internet ist die Plattform; wir brauchen kein Beschäftigungsprogramm für die Bibliotheken. Das oft zu hörende Argument "Qualitätssicherung" ist ein Phantom. Glaubt jemand, dass die Studentinnen und Studenten dann auf den offiziellen Plattformen suchen statt einfach auf YouTube oder den Bezahl-Nachhilfeplattformen, wo alles so schön laut und bunt und kurz und simpel ist? Und zur offiziellen Nutzung von Materialien aus dem Netz in der Lehre: Da gibt es ganz andere Hindernisse, zum Beispiel, dass dick der Name einer Konkurrenz-Uni drinsteht, oder dass niemand Lust hat, alles durchzugucken, ob die Formelzeichen und Stromrichtungen usw. zu denen im eigenen Skript passen. Gemäß dem, was ich durch Glasscheiben in anderen Hörsälen sehe, würde ich sowieso behaupten, dass fremde Materialien öfter offiziell in der Lehre verwendet werden, als man uns glauben machen will.

*zum Beispiel bei der aktuellen BMBF-Ausschreibung

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