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Didaktik: Methode statt Inhalt

2019-04-19 14:46

Chef-Didaktiker Richard E. Mayer hat leider die übliche ultra-falsche Erklärung dafür, warum ein Flugzeug fliegen soll, in seinem oft von mir erwähnten Buch Multimedia Learning (S. 111); daran werde ich gerade erinnert. Das bringt mich darauf, dass man auch Folgendes methodisch-didaktisch "korrekt" abhandeln kann: Astrologie, Homöopathie, Homo oeconomicus, saubere Energie.

Moral: Inhalte?! Wen gehen Inhalte etwas an? Nur die Methode zählt, denn wir vermitteln Kompetenzen!

Kommentar vom 2019-04-19, 15:49

Mayer ist Psychologe, und niemals nimmer Didaktiker. Und um eine kleine, aber bedeutsame Unterscheidung zu treffen: Die Didaktik beschäftigt sich tatsächlich auch mit curricularen Fragen, also WAS gelernt werden soll und warum. Die Methodik (WIE) ist tendenziell sekundär. Viele Grüße, dunkelmunkel

Kommentar vom 2019-04-19, 16:37

Hallo dunkelmunkel: Wenn wir Didaktik als Obermenge von Methodik auffassen (so wie es bei uns an nebenan an der Uni ein Institut für Didaktik der Mathematik gibt, aber keines für Methodik der Mathematik), würde ich Mayer als Methodiker und damit als Didaktiker einstufen. Im Englischen gibt es keine üblichen Äquivalente zu den deutschen Begriffen "Methodik" und "Didaktik". Mayers "Educational Psychology" ist für meinen Geschmack schon sehr dicht an "Methodik" dran. Und dass die Methodik tendenziell sekundär ist, scheint mir schon lange nicht mehr der Fall zu sein. Es wird praktisch nur noch über Methoden geredet (Flipping, Clicker, Adaptivität, ...), aber nicht über Inhalte.

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