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20 Jahre Bologna in der SZ

2019-06-03 13:45

Nun trudeln auch die Statements anderer Leute zum Zwanzigjährigen von Bologna ein. Peter Wex beklagt in der Süddeutschen, dass das mit der Mobilität, der Studiendauer und dem internationalen Spitzenplatz wohl nicht so geklappt hat. Allerdings verschweigt der Autor ein methodisches Problem: Wäre es ohne Bologna besser oder aber schlechter gewesen? (Wobei "besser" und "schlechter" höchst problematische Konzepte sind, was ich hier aber nicht vertiefen will.) Insbesondere wird man dem Autor entgegenhalten, dass sich die Studierendenschaft massiv verändert hat.

Nebenbei: Das im Artikel erwähnte HRK-Dossier ist wohl dieses.

Kommentar vom 2019-06-04, 14:28

Sehr geehrter Herr Loviscach,
besten Dank, aber ich muß korrigieren.In dem Beitrag geht es nicht um "besser" oder "schlechter", sondern erst einmal nur um eine Bilanz über die Ziele. Nicht einmal diese habe ich bewertet., würde aber gerne dazu kommen, wenn wenigstens Konsens über die Bilanz besteht. Also, wie sehen Sie die Zielerreichung, festgelegt in den Verträgen und Erklärungen? Zur Studentenschaft: Ich empfehle die kritische Lektüre der studentischen Vertretungen. Nebenbei: ein Vergleich Diplom/Bachelor ist sehr schwierig, weil ein Bachelorstudent das Diplom in aller Regel nicht kennt.
Beste Grüße von Peter Wex

Kommentar vom 2019-06-04, 15:51

Hallo Herr Wex,
schön, Sie hier zu wissen! Ja, die Zielerreichung ist bei Bologna nicht prickelnd. Sehe ich genauso. Vielleicht hätte ich bei meinem kryptischen Ausdruck "wird man" besser Ross und Reiter nennen sollen: man = nicht ich, sondern the powers that be. Das offizielle Argument wird einfach sein, dass die Lage nun eine ganz andere, viel schwierigere ist. (Wobei man auch da wieder fragen müsste: Warum? Durch die von der OECD verordnete Akademisierung? Ein hausgemachtes Problem?)
Und ja, das Votum der Studierenden ist in der Tat problematisch, nicht nur, weil die jetzigen Studierenden unsere Erinnerungen an Vor-Bologna nicht teilen, sondern (wie ich finde) vor allem, weil die Studierenden, die sich in solchen Diskussionen zu Wort melden, nicht allzu repräsentativ für die oft stumme Menge der anderen sind, die akzeptiert haben, dass sie nur noch Humankapital sein sollen.
Grüße,
J.L.

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