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Einheitsschule oder getrennte teure Schulen für Reiche?

2019-11-25 13:22

Wieder mal eine Warnung vor einer gut gemeinten Maßnahme, die nach hinten losgehen kann: Christopher Freiman gibt zu bedenken, dass eine Einheitsschule für Arm und Reich zu mehr Benachteiligung führen könnte als ein System, in dem die Eltern für ihre Kinder teure ("Elite"-)Schulen wählen können:

Wenn reiche Eltern nicht das zusätzliche Schulgeld bezahlen dürften, würden sie eben damit für ihre Kinder außerschulische Aktivitäten finanzieren (nicht zuletzt in den Ferien). Der Zahlenwert der Noten würde wichtiger, weil der Name der Institution weniger zählt; also kauft man Nachhilfe. Wenn es keine "Elite"-Schulen mit Prestige gäbe, würde man sich andere Distinktionsmerkmale suchen. Die Mischung von Kindern mit verschiedenem Hintergrund habe nur einen geringen Effekt. Man würde sowieso einfach in ein teures Siedlungsgebiet umziehen, um seine Kinder dort zur Schule schicken zu können.

Ein Gegenargument ist mir aber eingefallen: Wenn es keine teuren Schulen für Reiche gibt, können Arme nicht Gefahr laufen, dafür einen ruinösen Kredit aufzunehmen.

Kommentar vom 2019-11-25, 22:30

Ein Argument für die Einheitsschule aus Sicht der Reichen: ist bei anderer Gelegenheit (mit angemessenem Zynismus gewürzt) bereits auf diesem Blog artikuliert worden: es wird immer eine Gesamtschule zu finden sein, in dem auch das dümmste, abiuntaugliche drogenversiffte Unternehmer- und Anwaltskiddiy seine Matura hinkriegt, um damit an einer Privathochschule wie der EBS in einem Schloss am Rhein zu studieren...

Kommentar vom 2019-11-25, 23:33

@Kommentator(in) von 22:30: Ich hätte aber den Verdacht, dass bei großzügigen Spenden gerade bei den Privaten da auch so einiges ginge. J.L.

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