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Bryan Caplan über Armut

2020-01-17 17:10

Nach dem Bildungssystem (siehe meine Mini-Kritik) und der Migration (den von ihm mitverfassten Comic dazu habe ich hier schon liegen, noch ungelesen) widmet sich Bryan Caplan dem nächsten brandheißen Thema: der Armut. In seinem jüngsten Vortrag gibt er Einblicke, was wir in seinem kommenden Buch "Poverty: Who To Blame" erwarten können. Schwer zu schluckender Stoff. Ich muss den erst mal verdauen.

Kommentar vom 2020-01-24, 22:11

Mich interessant, was Sie daran "schwer zu verdauen finden" wesentlich mehr als die Caplan-Thesen selber. We'll wait and see.

Kommentar vom 2020-01-24, 23:24

@Kommentator(in) von 22:11: Nun ja, was er nennt (zum Beispiel "impulsiver Sex"), ist nicht gerade so das, was man bisher in der akademischen Öffentlichkeit als Grund in Erwägung zu ziehen wagt. Ihm ist ja auch klar, dass er Stress wegen "blaming the victim" bekommen wird. J.L.

Kommentar vom 2020-01-30, 16:05

Meinen Sie diese sehr altbackene Argumentationslinie? "Even if you believe capitalism is designed to keep workers obediently working for peanuts, where is the profit in fostering a subculture of impulsive sex, poor work habits, substance abuse, violence, and cruelty to children?" Das wäre der absolute Klassiker der Klassenverachtung, die die großbürgerlichen Schichten den Proletariern seit gut 200 Jahren zukommen ließen. Dass der Kapitalismus nicht wegen der Kultur der Arbeiter, sondern wegen der Produktion von Mehrwert aufrecht erhalten wird, dürfte auch klar sein. Frauenverachtung / Beschuldigung des Sexualtriebs junger Frauen als angeblicher Armutsursache bzw. Zweckmässigkeit von Kinderkriegen in Hartz-4-Familien als Chance für die eigene Wohnung ist umfassend thematisiert worden in der feministischen Forschung. Es soll übrigens Kontrazeptiva geben, die helfen, Schwangerschaften zu vermeiden. Aber da kommt wieder der Inhibitionsfaktor Armut ins Spiel. https://existentialcomics.com/comic/326

Kommentar vom 2020-01-30, 17:48

@Kommentator(in) von 16:05: Vor allem fallen mir bei "impulsive sex, poor work habits, substance abuse, violence, and cruelty to children" gaaaaanz andere Kreise der Gesellschaft ein. J.L.

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