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Papierfabriken für die Wissenschaft

2020-02-11 15:56

Wer Veröffentlichungen fordert, bekommt auch welche. Und was für welche! Jetzt, wo OMICS und WASET nicht mehr so richtig klappen, ist mehr Kreativität gefragt. Aber glücklicherweise regiert auch hier die invisible hand, so dass es Dienstleister gibt, die das professionell übernehmen, samt ORCID-Eintrag. (Das Spruchband in der Karikatur bedeutet übrigens "Paper-Workshop".)

In wie vielen Metastudien solche Paper wohl schon gelandet sind, als Grundlage "evidenzbasierter" Medizin? Und wo ich dabei bin: Is Peer Review a Good Idea? Antwort: "We conclude that on present evidence abolishing peer review weakly dominates the status quo."

Es habe bitte mal jemand im Auge, ob sich dieses Problem auch bei den anerkannten Verlagen durch "Gold"- und "Hybrid"-Open-Access verschärft. Dazu kann man sicher etwas publizieren.

Kommentar vom 2020-02-13, 21:07

Nun ja, man könnte es auch als Persiflage auf die Absurditäten des "westlichen" Wissenschaftsbetriebs* und sein Procedere sehen, einen "Kurze-Strecken-über-den-Bach-Lauf, an dem 1000 Blumen sprießen" (chinesische Staatsdoktrinen hatten seit dem Beginn der Liberalisierung durch 鄧小平 / 邓小平 oft sehr blumige Namen) oder so. "Papierfabriken" gäben auch kuriose Performances ab auf Shanghaier Biennalen ...

* Gerade wird dieses Papier gehypet, man muss eben im richtigen Moment "Virus"-Papiere lancieren, ob Review oder nicht: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.01.28.923185v1

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