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5 Hz gegen Stromdiebstahl

2020-02-22 11:08

Ausnahmsweise mal nicht per Blockchain, sondern ganz klassisch-elektrotechnisch soll Stromdiebstahl in Nigeria erschwert werden – und zwar, indem die Netzfrequenz auf 5 Hz gesenkt wird und der offizielle Zähler einen Frequenzwandler auf die üblichen 50 Hz enthält, so dass beim Überbrücken des Zählers Lampen flackern usw.

Spannend ist daran nicht nur der Versuchsaufbau in Fig. 5, der meinen eigenen Experimenten verdächtig ähnelt, sondern auch das typische ingenieurmäßige Denken, das Effekte zweiter Ordnung ausblendet: An dem Tag, an dem ein solches System eingeführt werden würde, hätte 阿里巴巴 bereits zig Container billiger Frequenzwandler (und zwar ohne Zähler) im Hafen von Lagos gestapelt.

Kommentar vom 2020-02-22, 13:13

Vor allem dürfte es typischen unterhaltungselektronischen Geräten, die hinter einem Netzteil mit Weitbereichseingang betrieben werden, doch relativ egal sein, wie groß die Netzfrequenz ist. Einzig die Regelung einer aktiven Leistungsfaktorkorrektur (PFC) ist vielleicht etwas verwirrt.

Kommentar vom 2020-02-22, 15:24

@Kommentator(in) von 13:13: Die meisten laufen ja sogar (Schaltnetzteil sei Dank), wenn man an den ganz normalen Netzstecker Gleichspannung anlegt. (Wobei es Diskussionen darüber gibt, ob das Schaltnetzteil das auf Dauer mag.) Allerdings sind die Geräte mit Schaltnetzteil ja meist nicht die Leistungsfresser (nur bei euch, liebe Gamer, KI-zu-Hause-Trainierer und Krypto-Miner), also stromdiebstahlsmäßig nicht so gravierend. J.L.

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