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Die Blog-Postings sind Kommentare im Sinne von § 6 Abs. 1 MStV. Der Verfasser ist Jörn Loviscach, falls jeweils nicht anders angegeben.

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Neue Technik für Hochschullehre per Videokonferenz

2020-04-27 17:22

Vielleicht lässt sich aus diesen Ideen das eine oder andere Startup generieren:

Kommentar vom 2020-04-28, 18:51

Soso, extra Motivation für verbeamtete Lehrende mit einer W2/3-Besoldung? Am besten auch noch in Orchideenfächern wie Mediävistik, Isländisch, Assyrisch und Vorgeschichte Mesopotamiens? ;-) Das klingt "wohl" in den Ohren prekär arbeitender Akademiker mit Doppelbelastung. Diese Beamtenklasse ist schon hart genug zu ertragen mit ihren "Nichtsemester"-Forderungen und sonstigen dekadenten Anmaßungen. ;-) Man könnte vom Salär auch mal solidarisch !!! privat einen durch Corona arbeitslosen Studi anderer Unis als Hiwi einstellen, der für einen während der Aufnahmen präsent ist und das Ersatzpublikum mimt. :-) #proffinanziertstudie# Davon habe ich aber noch nichts in all den Kommuniqués gehört.

Kommentar vom 2020-04-28, 21:07

Verstehe, das ist eher satirisch gemeint, aber Nummer 1 gibt es schon: https://www.ivyexec.com/career-advice/2019/ie-wow-room-transforms-the-virtual-classroom/ @uwespangler

Kommentar vom 2020-04-29, 18:01

Da ist man nun bei einer der schönsten deutschsprachigen Matheseiten, der Königin der Nacht der Datenbanken der Hochschulmathematik, und findet die inhaltliche Suchfunktion nicht mehr. Der Canossagang führt dann leider über YouTube.

Kommentar vom 2020-04-29, 19:15

Aufmerksamkeit: Also kein Standbild fürs Video, sondern eine Videoschleife? Sonst entsteht der Eindruck, man schlafe mit offenen Augen.

Fake Celebrities: Nein, natürlich schon das eigene Bild und die eigene Stimme fälschen. Also nicht nur Prüfungsleistungen outsourcen, sondern auch seine eigene Anwesenheit im Videounterricht. Je nachdem, wie gut automatische Simultanübersetzung funktioniert, entweder nach China oder an den Klassenbesten aus einfachen Verhältnissen. Da im Unterricht eh immer nur einer reden sollte, sollte es auch kein Problem sein, eine ganze Klasse darzustellen. Damit hätte natürlich erstmal die ganze Klasse dieselbe Mimik, aber dafür findet sich sicher auch was.

MK

Kommentar vom 2020-04-29, 21:52

Vice versa, mich nerven bei Zoom & Mediasite die ratlos in Kamera guckenden, meist schlecht frisierten Profs aus hässlichen Home Offices ziemlich; einer hatte sogar Louis-XIV-Möbel rumstehen. Oh Graus. Da entsteht, wenn man nicht ab der 7. Klasse YouTube-sozialisiert ist, sonderbare unangenehme Nähe, sehr stränge die Prof-[Kraftausdruck gestrichen, J.L.] direkt auf dem Bildschirm zu sehen. Man ist erleichtert über jede Folie. Sie, hingegen, Jörn Loviscach, haben doch jahrelang bewiesen, dass es zum Unterrichten völlig unnötig ist, den "Kopf hinzuhalten". ;-) In 2009er Videos tauchte noch Ihr wohlfrisierter, gut gelaunt reinblickender Kopf meist lächelnd auf, aber vermutlich, um nicht abzulenken, haben Sie später drauf verzichtet. Hier werden Studis bei Zoom ad hoc ge"mutet" & deren Kameras abgeschaltet, es gibt nur Bildchen im Teilnehmerquadrat, man wird zum Malewitscht-schwarzem Quadrat in der oberen Ecke und der Prof redet weiterhin wohlgemut mit seiner Mieze über Dynamiken von Biomolekülen.

Kommentar vom 2020-04-30, 11:09

@Kommentator(in) von 21:52: Warum ich seit langen Zeiten kein Kamerabild mehr einbaue: Erstens, weil ich keine Bock habe, die ganze Software zu starten sowie (immer wieder) Beleuchtung und Kamera zu checken. Zweitens, weil sich mit einem Kamerabild nicht mehr unbemerkt schneiden lässt. (Mein Videoschnittprogramm nimmt in kleinen Stückchen etwa ein Drittel des Videos automatisch raus.) Und drittens, ja, weil das Kamerabild allenfalls ablenkt. J.L.

Kommentar vom 2020-05-04, 00:08

Eben. Außerdem hat Videochat immer etwas es etwas Surreales und symbolisch fast Öbszönes (im Sinne von Žižeks Entlarvungen). Ins Leere zu schauen und andere beim Ins-Leere-Schauen zuzusehen und dabei soll Kommunikation suggeriert werden und auf der Sprachebene kommuniziert man ... Ich weiß nicht, welcher philosophischen Symbolik das entsprechen würde. Vielleicht dem Kierkegaardschen Blick in den Abgrund ... während man redet? Ich telefoniere regelmäßig gerne ein, zwei Stunden lang und manchmal schaue ich auch auf ein Foto des Gegenüber. Aber mit Kamera telefonieren? Niemals!

Kommentar vom 2020-05-04, 00:13

Übrigens war im Kommentar vom 29.4. die Frage impliziert, was Sie vor ungefähr zehn Jahren dann bewogen hatte, quasi "körperlose" Videos ihrer Vorlesungen zu produzieren! Ich finde das sehr interessant. War es das Bedürfnis nach Purismus – vor allem weil viele Ihrer? Eleven stur weiterhin beim Mathe-online-Unterrichten ihre sorgsam gezüchteten Muskelpakete präsentieren. Bei manchen scheint das sogar der Hauptgrund für die Videos zu sein. ;-)

Kommentar vom 2020-05-04, 16:36

@Kommentator(in) von 00:13: Wirklich die drei Gründe aus meiner Antwort oben vom 30.4., nichts Philosophisches. Ich bin so wenig ätherisch. Habitus! Deshalb bin ich ja auch an einer FH. – Das mit den Muskelpaketen stimmt augenfällig. Anekdotisch würde ich sogar sagen, dass durchtrainierte Mathematiklehrer viel besser bei Schülerinnen und Schülern ankommen. Wäre mal eine Studie wert. Jeder Krimskrams wird erforscht, aber das wäre doch mal wirklich hilfreich. Könnte ich meinen Unterrichtserfolg oder zumindest (denn nur die zählt) meine Note in der studentischen Veranstaltungskritik (vulgo: Evaluation) durch ein paar Stunden pro Woche im Fitness-Studio verbessern? J.L.

Kommentar vom 2020-05-10, 15:45

Vermutlich könnten Sie das wirklich, aufgrund der selbstbezogenen, physischen Selbstzufriedenheit und Gelassenheit, die man üblicherweise ausstrahlt, wenn man sich täglich der Produktion von eigenen Endorphinen widmet. :-) Fitnessstudio mag ich gar nicht - da trifft man auf viel zu viel Ablenkung, End-20er-Banker-Typen, nervige Musik und Menschen mit sonderbaren Intentionen. Brrr ;-) Mancher Top-Trainierte Physikprof hat nen luxuriösen, Edelmahagoni-gefassten "Heimtrainer" mit Oberkörpermuskulatur-, Rücken- und Bauchtrainer im Eigenheim-Keller stehen. ;-) Aus der Rubrik "Tipps und Tricks für den Alltag": Ich empfehle FPZ-Trainingseinheiten, https://www.fpz.de/die-behandlung/rueckenschmerz/therapie, auch ohne Rückenschmerzen kann man das als Präventionstherapie easily als (zwangsweise) Privatversicherter bekommen & hat zuerst Einzelsitzungen mit M.A.-Sportwissenschaftlern an aus medizinischer Sicht entwickelten Geräten, und zumindest in Rhein-Main, eine ruhige seriöse Atmosphäre. Salut!

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