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Burkert – Die vernetzte Universität

2021-04-10 12:01

Die Fragen am Anfang dieses Buchs hatten mich Großes erwarten lassen: Wieso steht die Gesellschaft erst an dritter Stelle ("Third Mission") der Aufgaben einer Universität? (S. 15) Welche Folgen hat das derzeitige "NPM-SAP-Modell" der Universitäten? (S. 26ff)

Aber dann die Idee von einem "Gesellschaftssemester" als Freisemester (S. 78ff), wohl so eine Art professoraler Zivildienst, was für mich aber deutlich zeigen würde, dass die Gesellschaft eben nicht an erster Stelle steht. "Slow Scholarship" (S. 102), aber gefälligst mit 48-Stunden-Hackathons (S. 98). Natürlich dürfen auch die Blockchains nicht fehlen (S. 91). Und wenn sich nicht mit denen alle Probleme lösen lassen, dann doch wohl mit Design Thinking (S. 99).

"Der Vielfalt der Studierendenschaft muss mit einer Vielfalt der Studienmodule begegnet werden." (S. 104) – Ja, aber anders, als es sich der Autor erträumt, mit Modulen wie "Einführung in das Bruchrechnen", "sinnentnehmendes Lesen mehrseitiger Texte" oder "Selbstorganisation eines Studientags". (Bitte dies nicht als Vorwurf verstehen! Woher sollen die Studierenden das können?) Sowieso bleibt der Autor sehr stumm, was die Rolle der Studierenden im Elfenbeinturm angeht.

Günther R. Burkert: Die vernetzte Universität. Von der Kritik der Ökonomisierung zur Neuausrichtung auf die Gesellschaft

Kommentar vom 2021-04-10, 22:43

Ihre Tipps für die Selbstorganisation eines Studientags wären interessant? RW

Kommentar vom 2021-04-10, 23:09

@RW: 1. Eine Tagesroutine aufbauen, die in Fleisch und Blut übergeht. 2. Nicht nur ein Thema angehen, sondern massiv Spacing und Interleaving nutzen. 3. Orts-/Positionswechsel und körperliche Aktivitäten einbauen. 4. Das Ganze nicht nur in den zwei Tagen vor der Prüfung, sondern immer. J.L.

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