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Die Blog-Postings sind Kommentare im Sinne von § 6 Abs. 1 MStV. Der Verfasser ist Jörn Loviscach, falls jeweils nicht anders angegeben.

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QR-Codes mit bloßem Auge

2021-10-23 11:02

Zu meinen Zeiten wäre das noch ein Fall für "Wetten, dass …?" gewesen: "Wetten, dass Herr Rautenberg einen QR-Code mit bloßem Auge lesen kann?" Heute dagegen sieht man vor jeder Tür, wie die Security mit geschultem Blick nicht nur QR-Codes lesen kann, sondern sogar im Kopf die kryptografische Signatur nachrechnet (wo sonst schon für 23 * 0 der Taschenrechner bemüht wird!) und sich fotografisch an das Aussehen der Person dieses Namens erinnert. Das ist schon faszinierend. Unser Leistungsvermögen wächst mit der Technik!

Kommentar vom 2021-10-23, 13:45

Gestern habe ich genau darüber noch gescherzt. Was für ein seltsamer Zufall, dass Sie auf genau den gleichen Gedanken kommen und ihn heute veröffentlichen ...

Kommentar vom 2021-10-23, 21:56

Hmm, sollte man Herrn "Rautenberg" kennen?
Ansonsten ist die Verifikation eines QR-Codes (eines Zertifikates) und die gleichzeitige Identifikation der zugehörigen Person genau eine Aufgabe, mit der ich mich gerade intensiv beschäftigen möchte.
Für mich ist dieser Punkt z. B. bei der aktuellen Corona-Warn-App immer noch unbefriedigend gelöst. Und ich suche noch Leute, die mir dabei helfen!
Gruß, MartinH

Kommentar vom 2021-10-23, 23:27

@MartinH: Zu Herrn Rautenberg siehe den Link im Posting oben. – Zu der besagten Aufgabe: Ob fünf Blockchains helfen könnten? (Kleiner Insider-Scherz.) Man könnte einen relativ fälschungssicheren Aufkleber, wie er für Visas im Reisepass benutzt wird, auf den Personalausweis/Aufenthaltstitel/… kleben. J. L.

Kommentar vom 2021-10-24, 22:11

@J.L. - Danke für den historischen Hinweis auf die Zeit, die auch "zu meinen Zeiten" zählte: https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Fritz_(Journalist) (Jetzt erinnere ich mich!)
Ein "relativ fälschungssicherer Aufkleber" gehört dann erstmal als Chargennummer ins analoge Impfbuch!
Für eine digitale Lösung muss das Impfzertifikat verifizierbar sein (was die CoronaWarnApp immerhin jetzt kann); und ein (irrtürmlich oder kriminell) falsch ausgestelltes Impfzertifikat sollte entwertbar (revocable) sein, was anscheinend bis heute nicht funktioniert. (Oh mein Gott, wo leben wir!)
Gruß, MartinH 1/2

Kommentar vom 2021-10-24, 22:12

Aber ein geprüftes, gültiges Impfzertifikat ist bei einer wahren Kontrolle wertlos, wenn die ausweisende Person nicht auch sicher identifiziert wird. Diese Kontrolle und die nötige Identifikation möchte ich pseudo-anonym durchführen, denn der Prüfer (Veranstalter) muss ja deswegen nicht meine persönliche Daten wissen. Es reicht, wenn eine neutrale, vertrauenswürdige dritte Person (Notar) zusichert, dass für die hier identifizierte Person auch das gültige Impfzertifikat erstellt wurde. Diese Notarsfunktion möchte ich digitalisieren und nenne das (Prototype-Fund-)Projekt daher "Digitaler Notar".
Gruß, MartinH 2/2

Kommentar vom 2021-10-25, 14:55

Wer sich Fälschungssicherheit wünscht, kann sich schon mal auf sein Quantum-Dot-Tattoo freuen. Ganz bequem wird das auch irgendwann als Perso und als Wallet für CBDCs dienen. Schäuble äußert erquickt, dass in der Krise Dinge möglich sind, die normalerweise unmöglich sind. Snowden warnt, dass gerade eine dämonische Architektur der Unterdrückung errichtet wird.
Wer kritisch denkt wird entrechtet, entwürdigt und entmenschlicht. "Es ist ja nur zu Ihrer Sicherheit." Erschütternd, wie innig wir uns den Digitalfaschismus herbeisehnen, sobald er unter dem Deckmantel "Gesundheit" serviert wird. Wo ist die Solidarität mit den Menschen die der Politik, der Pharmaindustrie oder der Hochfinanz gegenüber (zu Recht!) skeptisch sind? Wo ist die Menschlichkeit?

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