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Bohren nach Wärme, nicht nach Gas

2022-04-02 14:17

Ständig fliegen sie ins All, aber einfach mal 5000 Meter bohren können sie nicht: Roadmap Tiefe Geothermie für Deutschland. Vielleicht ein Job für Elon mit seiner langweiligen Company? Die müsste allerdings um 180°, Quatsch, um 90° wenden, von horizontal auf vertikal.

Wo Fracking-Gas in Deutschland seit einem Monat wieder salonfähig ist, kommt sicher auch das Fracking, oops, sorry, ich meine natürlich das Hydro-Shearing für Enhanced Geothermal Systems. (Letzterer Begriff müffelt irgendwie nach Euphemismus, oder?)

Kommentar vom 2022-04-02, 16:13

https://www.seismik-muensterland.nrw/ Die Auswertung läuft.

Kommentar vom 2022-04-03, 12:42

Ich dachte immer, die Bohrung sei eigentlich nicht das größte Problem, aber die Leistung der Pumpe(n) in Bezug zum Ertrag durch Erdwärme. Es wird dabei ja ein Medium durch eine Verrohrung gepumpt, was bei diesem Größenordnungen wohl nicht mehr nur mit einer einfachen Heizungspumpe geht. Die benötigte Pumpenleistung steigt mit zunehmender Tiefe ja nicht linear, soweit ich weiß. Deswegen macht man doch bei Wärmepumpen auch lieber mehrere weniger tiefe Bohrungen oder geht gleich mit Kollektor die Fläche, falls vorhanden? In der Fläche hat man ja nur Strömungswiderstand, in der Tiefe aber dazu noch Aufwand zur Überwindung des Höhenunterschiedes?

Kommentar vom 2022-04-03, 20:59

@Kommentator*in von 12:42: Nein, die Energie, die das Wasser auf dem Weg nach oben braucht, bekommt es ja auf dem Weg nach unten geschenkt. – Bei den Wärmepumpen holt man sich mit den (energetisch vorteilhaften) tiefen Bohrungen allen möglichen genehmigungsrechtlichen Ärger: Verringerung der Temperatur des Grundwassers, Verschmutzung des Grundwassers, vielleicht bricht sogar die halbe Stadt zusammen. J. L.

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