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Mikrofonaufhängung

2019-03-23 10:19

Wenn ich Vorträge oder Lehrveranstaltungen aufzeichne, habe ich immer das Problem: Wohin mit dem Mikro? Wenn ich es auf das Sprecherpult stelle, hört man jeden Tastendruck, jeden Mausklick, jedes Aufsetzen des Stifts als Wummern: Stichwort "Körperschall". Manchmal gibt es einen Tageslichtschreiber in der Nähe, an den ich das Mikro klemmen kann. Das ist perfekt und geht mit dem vielgepriesenen interaktiven Whiteboard nicht! Oft bleibt mir allerdings nur, das Mikro auf einen Tisch in der Nähe zu stellen, was von der Akustik her bescheiden ist, auch wenn mein Videoeditor einiges wieder geradebiegen kann, wie jüngst hier.

Natürlich gäbe es professionelle Lösungen. Aber ein großes Stativ möchte ich nicht mitnehmen, ich möchte auch kein Lavalier-Mikro anstecken (Mit dem Kabel das Notebook runterreißen? Bei einem magnetisch fixierten USB-Stecker die Verbindung unabsichtlich trennen? Oder bei der Funkvariante Batterien nachlegen müssen?) Es bleibt die Mikrofonspinne, die mir in der professionellen Variante aber für das unbedarfte Publikum zu sehr nach Radiomuseum aussieht.

Nach einer großangelegten randomisierten kontrollierten Studie (N=3) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Schaumstoff unter dem Mikro praktisch nichts hilft, dagegen ein paar Gummibänder den Körperschall nicht nur mindern, sondern ihn auch noch eine Oktave tiefer legen, wo ihn mein Videoeditor sowieso wegfiltert, siehe das Spektrogramm unten (links: normal auf Pult gestellt, rechts: aufgehängt). Zu dem Thema könnte man mal eine Bachelorarbeit machen!

Nachtrag: Nein, ich habe auch genug mit Headsets experimentiert. Die klingen schlecht (zu dicht am Mund) und sehen aus, als ob man ins Cockpit gehört. Ich habe hier auch ein Earset (kein Headset) erträglicher Qualität, aber das war superteuer und mein Lavalier klingt trotzdem besser.

Bild von Mikrofon mit Gummibändern Spektren des Körperschalls

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