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Studium zu Hause: rechtliches Neuland

2020-03-30 11:50

Frage 1: Wann sind Fernlernende durch die Gesetzliche Unfallversicherung versichert? Beispielfälle: Jemand schläft während der Online-Vorlesung ein, fällt vom Stuhl und bricht sich den Arm. Jemand bastelt im eigenen Hobbykeller an einem Projekt laut Studienplan, weil das aktuell nicht in den Räumen der Hochschule durchgeführt werden kann, und sägt sich einen Finger ab. Wohl kein Unfall ist: Jemand schaut zwei Monate die Vorlesungen auf dem Handy und muss danach eine Brille tragen.

Frage 2: Das Unternehmen, in dem eine Abschlussarbeit läuft*, geht in Winterschlaf oder pleite. Kann die Abgabefrist der Abschlussarbeit ad infinitum verlängert werden? Kann das Thema zurückgegeben werden, ohne dass dies auf die Zahl der Versuche angerechnet wird?

* Abschlussarbeiten in Unternehmen scheinen mir übrigens das letzte Unterscheidungsmerkmal zwischen Universitäten und FachhocHochschulen für angewandte Wissenschaften zu sein. Und die Möglichkeit, an der "Exzellenzinitiative" teilzunehmen. [Nachtrag: Ich meine richtige Unternehmen, nicht die Startups der Profs im Technologiepark neben der Uni.]

Kommentar vom 2020-03-30, 17:48

Grins, die Beispiele haben es in sich. Jemand könnte aber auch vor Aufregung oder freudiger Erregung beim Schauen eines Mathevideos vom Stuhl fallen, ist mir schon passiert. ;-) Mein Kater war äußerst irritiert!

Kommentar vom 2020-03-30, 22:02

Tja, die Kollateralschäden von "working remotely, self-isolation and boredom" sind nicht zu unterschätzen …
https://www.theguardian.com/australia-news/2020/mar/30/astrophysicist-gets-magnets-stuck-up-nose-while-inventing-coronavirus-device
... Neuland halt ;)
Thomas Wittlinger

Kommentar vom 2020-03-31, 19:09

Seit wann ist physische oder soziale Distanz für Theoretische Astrophysiker was Neues? ;-) Nach der Promotion hat man ein eigenes Büro; und je nach Persönlichkeitsstruktur trifft man sogar einmal am Tag mal jemand anderen auf dem Flur. :-) Der Gute scheint aber etwas exzentrisch zu sein, wenn er sich mit seinem Faux Magnete [oder Faux Aimant? J.L.] der Weltöffentlichkeit präsentiert. Oder ist der Guardian-Artikel der eigentliche wahre Unfall. Andy Warhols Spruch der 15-Minuten-Prominenz bewährt sich auch nach 50 Jahren noch und das ganz ohne wissenschaftlichen "Durchbruch". Depressionen werden vermutlich eine wesentlich bedeutendere Folgeerscheinung von prolongiertem social distancing sein als Unfälle.

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