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Gramm pro kWh müssen Gramm pro kWh bleiben

2020-07-01 16:45

Die E.ON Energie Deutschland GmbH hat sich in ihrem Werbebrief an mich vom 12. Juni redlich bemüht, die g/kWh korrekt zu vergleichen, siehe unten. Schließlich ist 1 g = 1 g. Man muss gefälligst bei den physikalischen Fakten bleiben!

Aber ach, maßstabsmäßig korrekt müssten die Strichelchen auf der rechten Seite einen Bruchteil eines Coronavirus breit sein. Das bitte demnächst korrekt darstellen!!1!

Kommentar vom 2020-07-02, 06:45

Vor allem, dass die Rechnung von E.ON nicht aufgeht:
Laut E.ON ergeben das 3 * 10^(-4) g/kWh * 512 * 10^9 kWh/Jahr = 1.54 * 10^8 g/Jahr = 153.6 Tonnen/Jahr.
Wenn man für den Stromverbrauch die Zahl von 2019 von Statista [1] nimmt und wenn man Wikipedia [2] glaubt, erklärt die Zahl nur ein Drittel der Abfälle. Und dabei wurde angenommen, dass wir 100% Atomstrom haben. Von den ganzen Abfällen bei dem Rückbau von Atomkraftwerken mal ganz zu schweigen.
- L.F.

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164149/umfrage/netto-stromverbrauch-in-deutschland-seit-1999/
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiver_Abfall#Anfallende_und_angefallene_Mengen

Kommentar vom 2020-07-02, 08:54

@L.F.: Das kommt schon so ungefähr hin, gerade _weil_ wir nicht 100 % Atomstrom haben. Ob/wie der Rückbau eingerechnet wird, weiß ich gar nicht; muss ich mir mal angucken. Und Vorsicht mit der Zahl der signifikanten Stellen: Die Ausgangsgröße hat nur eine einzige. J.L.

Kommentar vom 2020-07-03, 02:20

@J.L.: Also würde ich ~= 150 t schreiben. Wenn ich sowas mal in einer Arbeit schreiben sollte, kommen die genau berechneten Zahlen dann in den Anhang mit Verweis darauf?

Kommentar vom 2020-07-03, 16:28

@Kommentator(in) von 02:20: "Ca. 150 Tonnen" ist hier auf jeden Fall schon deutlich sinnvoller als 153,6 t. Streng physikalisch könnte man 1,5 · 10⁵ kg schreiben, was hier allerdings etwas korinthenmäßig aussieht. – Bei einer simplen Rechnung wie dieser wäre es komisch, noch etwas in einen Anhang zu schreiben. J.L.

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