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Die Blog-Postings sind Kommentare im Sinne von § 6 Abs. 1 MStV. Der Verfasser ist Jörn Loviscach, falls jeweils nicht anders angegeben.

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Von wo das Wasser kommen wird

2021-07-18 11:31

Falls jemand das noch nicht getan haben sollte: unbedingt mal in die topografische Karte des eigenen Wohnorts gucken, um zu sehen, wie der (derzeit noch als "extrem" bezeichnete) Niederschlag fließen wird (lebenspraktische Anwendung für den Gradienten) und was es bedeutet, wenn das Bächlein nebenan fünf Meter mehr Pegel hat.

Auch Google Maps kann Höhenlinien anzeigen, aber die offizielle Karte des jeweiligen Bundeslands ist vielleicht leichter zu lesen; noch besser könnte OpenTopoMap sein.

Hat schon jemand eine Open-Source-Automatik zur Vorhersage des Überschwemmungsrisikos geschrieben? Das sollte keine Raketentechnik sein! Man könnte noch den für Investor*innen hypnotisierenden Begriff "KI" reinrühren und dann ein Startup aufmachen.

[Nachtrag: Hallo c't, ich will darüber etwas in der nächsten Ausgabe lesen; außerdem zur Navigationssoftware, die nicht weiß, welche Brücken noch stehen.]

Kommentar vom 2021-07-18, 15:13

Die (oder nur einige?) Bundesländer bieten diese Karten schon an, man muss sie nur finden. In Baden-Württemberg z. B. hier unter "Überflutungsflächen" in den Kategorien HQ100 und HQExtrem.
Gruß, dg

Kommentar vom 2021-07-18, 21:02

@dg: Ah, "HQExtrem" war der heiße Tipp zu Suche. Für meinen Wohnort findet man allerdings nur die größeren Gewässer in der Nachbarschaft, nichts Innerstädtisches. Aber halt, doch, das gibts auch. J. L

Kommentar vom 2021-07-19, 10:28

Es gibt auch noch EFAS, erfahre ich heute: https://www.efas.eu/efas_frontend/#/home
eine europaweite Flut-Vorhersage. Die hier wohl auch schon im Vorfeld Warnungen rausgegeben hat. :/
Flood Summary --> Flood Probability > 48h

Kommentar vom 2021-07-21, 09:11

Wenn man mal das Schlagwort kennt ... Vielleicht können Sie sich revanchieren: Wonach genau muss ich googlen, wenn ich wissen will, wie viel "Watt pro Bitcoin" das Kryptozeugs im stationären Zustand kosten wird? Aus Plausibilitätsgründen sollte es ja weniger sein, als der Strompreis zur Erzeugung in (Bitcoin*Mining-Zeit/kWh). Es müsste ja eigentlich irgendwo eine Tabelle geben, praktisch wäre auch ein Vergleich der verschiedenen Kryptowährungen oder der tagesaktuelle Wechselkurs (wieviel Watt/USD oder Watt/EUR muss man wohl für Nicht-Krypto ansetzen?). Das haben doch bestimmt schon viele ausgerechnet, aber kenne das Stichwort nicht ...
Gruss (dg)

Kommentar vom 2021-07-22, 11:19

@dg: Ich habe vor langer Zeit mal etwas dazu erzählt. Angaben in kWh/BTC oder Watt pro umlaufendem BTC sind sehr schwierig, weil ein Bitcoin und eine Bitcoin-Transaktion eben so viel kosten, wie der (nahezu perfekte*) Markt hergibt und damit entsprechend weniger oder (eher) mehr Energie ziehen, weil sich die Difficulty anpasst. In der Tat: Die Kosten sollten über (ggf. subventioniertem!) Strompreis + Hardwarekosten liegen, aber nicht zu weit darüber, wegen des Wettbewerbs im Markt. Ceterum censeo: Zu den finanziellen und Umwelt-Kosten des US-Dollars muss man wohl die U. S. Armed Forces dazurechnen. (Wieso der Euro ohne Armee funktioniert, ist mir immer noch ein Rätsel. Aber vielleicht funktioniert er ja gar nicht.)
* natürlich mit bilderbuchmäßigen Externalitäten (Schadstoff-Emissionen, Strom-Mangel, Grafikchip-Mangel)
J. L.

Kommentar vom 2021-07-22, 15:34

Äußerst interessant! Der theoretische Transaktionspreis hängt also von der Subvention des Strompreises ab. Naja, der reale Kurs scheint eher von anderen Dingen abzuhängen - es gibt wohl weniger Ärger, wenn man nicht die Aktien der eigenen Elektroautos, sondern das Bitcoin hoch- und runtertweetet ...
Vielen Dank!
Gruss (dg)

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