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Abrüstung der chinesischen Nachhilfe

2021-08-08 13:42

Ein Wettbewerb auf Basis teurer Signale gerät gerne mal außer Kontrolle: Man denke an den Elch, der vor lauter Geweih nicht mehr durch den Wald kommt. Oder an Wissenschaftler*innen, die vor lauter Drittmittelforschung und Publizieren nicht mehr zum Lesen oder gar zum Denken kommen. Oder, um den Artikel "China's harsh education crackdown sends parents and businesses scrambling" zu zitieren: "Her [13 y.o.] daughter will begin physics class in the fall, and Cheng estimates that 90% of her classmates will be studying for it during the summer break."

Für mich lässt das Durchgreifen gegen die allzeit boomende Nachhilfe-Industrie aber Fragen offen: Wenn man Nachhilfe (halb) verbietet, müsste man dann nicht auch verbieten, dass Eltern ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen? Oder dass sie einen für die Kinder zugänglichen Bücherschrank besitzen? Oder beim Abendessen hochintellektuelle Gespräche führen? – Bourdieu lauert immer und überall!

Kommentar vom 2021-08-08, 17:59

Vielleicht sollte man konsequenterweise statt Messer und Gabel einfach einführen, mit "Hammer und Sichel" zu essen. Auf diese Weise bräuchte man dann auch nur noch ein einziges Buch für die "Nachhilfe": Das Kapital.

Kommentar vom 2021-08-10, 21:04

Welches Buch bräuchte man für die "Nachhilfe", wenn man mit Stäbchen isst?

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