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Wie sich der Wissenschaftsrat die Hochschulen erträumt

2022-05-08 11:35

Der Wissenschaftsrat hat sich zur Zukunft von Studium und Lehre geäußert. Einiges davon finde ich, äh, schwierig:

An einigen Stellen bin ich aber auch positiv überrascht:

Kommentar vom 2022-05-08, 17:43

"wenige dicke Prüfungen": Die Krönung sind dann Staatsexamen. Müsste hier natürlich anders heißen. Industrieexamen?
Tägliche Prüfungen: Die muss aber auch jemand korrigieren.
M.K.

Kommentar vom 2022-05-08, 19:36

@M.K.: Tägliche Prüfungen und Korrektur: einfach mündliche Noten wie in der Schule. (Und, nein, nicht jeden Tag Multiple-Choice am Rechner.) J. L.

Kommentar vom 2022-05-15, 19:08

Man könnte schon digitale Übungsräume aufbauen, wenn man hochschulübergreifend Aufgabenpools generiert und nicht einfach nur bei Single-Choice-Fragentypen stehen bleibt, sondern die Chancen von STACK und Co. nutzt, z. B. auch grafische Dinge abprüft (zeichnen Sie die Arbeitsgerade mit den folgenden zufallsbasierten Eigenschaften ein) und man kann auch automatisiert so Dinge wie Schaltungssimulation (die Netlist ist sicher überprüfbar) überprüfen. Und sicher fällt uns mit der Zeit noch mehr ein. Aber der Aufwand lohnt sich niemals, wenn an jeder Hochschule für jede LMS oder PMS-Version (Prüfungs-Management-System??) jeder Dozent alles nochmal neu reinhacken, debuggen und so weiter muss. Man muss da zusammenarbeiten. Und auch sinnvolle Infrastruktur aufbauen. D. h. LMS-Infrastruktur plus Aufgabenpools (die Mediziner machen's vor!) als Asset sehen.

Kommentar vom 2022-05-15, 23:46

@Kommentator*in von 19:08: Diese Sachen werden aber in der Breite nur dann genutzt (von Studis wie von Profs), wenn man sie verpflichtend macht. Ich hätte als Studi eine solche Gängelei gehasst (so, wie ich die vier Semester Experimentalpraktikum an seit Jahren/Jahrzehnten festen Versuchsaufbauten gehasst habe). – Und in der Medizin ist das Bulimielernen zum "Kreuzen" berüchtigt. J. L.

Kommentar vom 2022-05-16, 08:57

Mich persönlich beschleicht zuweilen der Verdacht, dass vielmehr die jeweiligen Lehrkörper regelmäßiger geprüft werden müssten als die Schüler/Studenten. Diese Position verbeispielt am Zitat eines Lehrkörpers: "Was Sie _meinen_, ist egal." Natürlich kann dieser an logischem Positivismus erkrankte Mensch nicht in den Kopf seines Gegenübers blicken und ist deshalb zur Kommunikation verurteilt. Warum muss diese in diesem Fall aber so schlecht ausfallen? Natürlich haben der Herr Carnap und der frühe Wittgenstein schon irgendwo ihre Berechtigung, was das Ausschalten von Scheinsätzen/Scheinproblemen durch das Bemühen um Präzision und Klarheit angeht. Dass aber, all diese Redlichkeit anerkannt, Sprache dennoch nicht vom Baum der Erkenntnis gepflückt worden ist (soweit ich weiß) und deshalb zunächst einmal der Bedeutungsträger im Subjekt verortet werden muss, um überhaupt auf etwas Bezug nehmen zu können, im Lehrbetrieb entscheidend sein sollte, ist jedenfalls meine Position.

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